ZWEI DRITTEL DER STELLENANZEIGEN IN ZEITUNGEN FÜHREN ZU EINER NEUEINSTELLUNG

Trotz Jobbörsen, Social Media und Firmen-Websites – die Stellenangebote in der gedruckten Presse haben beste Erfolgschancen. Deutlich mehr als Internet. Vor allem bei höher positionierten Stellen.

Oft suchen die besten Leute gar keine neue Stelle und sind deshalb auf keiner Jobbörse zu finden. Beim Durchblättern der Zeitung treffen sie trotzdem auf ein interessantes Stellenangebot. Denn die Stellenangebote in der gedruckten Presse erreichen nicht nur suchende Personen – solche aber auch!

Im letzten Jahr sind in den Schweizer Tagesund Wochenzeitungen 5’530 Seiten mit Stelleninseraten erschienen. Bei durchschnittlich 7 bis 8 Anzeigen pro Seite ergibt das über 40’000 Stelleninserate. Die Chancen, dass diese Stellenausschreibungen auch erfolgreich waren, sind ausgesprochen gross. Das Deutsche Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung analysiert regelmässig die erfolgreichsten Suchwege für eine Stellenbesetzung. Und sie kommt zum Ergebnis, dass die Erfolgsquote bei Stellenangeboten in der gedruckten Zeitung bei 62 Prozent liegt. Das ist fast doppelt so hoch als beim Internet (35%).

In den Augen der Leserinnen und Leser wirkt die Presse seriös, informativ und sehr sympathisch. Das übertr.gt sich auch auf Werbung. Stelleninserate in den gedruckten Zeitungen und Zeitschriften werden als aktuell und seriös wahrgenommen.

STELLENANZEIGEN SIND DIE WICHTIGSTEN INFORMATIONSQUELLEN BEI DER STELLENSUCHE

• Über 80% der Jobsuchenden nutzen die Zeitungen (Print und Online) bei der Stellensuche.
• Stellenangebote in den gedruckten Zeitungen erreichen nicht nur suchende Personen, sondern sprechen auch Leute an, die keine konkrete Stelle suchen. Das erhöht das Potenzial und damit die Erfolgschancen der Anzeigen – nicht zuletzt in qualitativer Hinsicht.
• Aus Sicht der Stellensuchenden ist die lokale und regionale Ausrichtung der Stellenangebote die grösste Stärke der Zeitungen.
• Gefolgt von der ausführlichen Stellenbeschreibung sowie der guten und schnellen Zugänglichkeit.
• Stellenanzeigen in Zeitungen werden als aktuell und seriös bezeichnet. Meistens sind die inserierenden Firmen bekannt.

Quelle: ZMG Deutschland/Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB)

Markus Theiler Geschäftsführer und Partner der Jörg Lienert AG*

Die Jörg Lienert AG nutzt für die Stellenausschreibung ihrer Auftraggeber regelmässig auch die Tages- und Wochenpresse. Welche Gründe sprechen für den Einsatz der Printmedien?

Da wir auf der Suche und Selektion von Fach-und Führungskräfte spezialisiert sind, ist eine Zielgruppen-Affinität zu gewissen Printmedien gegeben und damit auch eine gute Basis gelegt, um unseren Auftraggebern eine bestmögliche Auswahl an Kandidatinnen und Kandidaten präsentieren zu können. Doch wir setzen nicht nur auf Print: Wir schrieben immer crossmedial aus, haben zudem einen eigenen Bewerberpool. Unsere Erfahrungen zeigen, dass Printinserate interessantere Bewerbungen generieren – nicht zuletzt auch, weil sich Personen, die nicht unbedingt auf Stellensuche sind, sich auf eine attraktive Ausschreibung angezogen fühlen und sich bewerben. Ein weiterer Aspekt ist, dass unsere sichtbare Präsenz für unsere Auftraggeber ein Gradmesser für unsere Kompetenz ist.

Für welche Stellenangebote eignet sich die gedruckte Presse besonders gut?

Egal für welche Branche: Wir schreiben grundsätzlich alle Vakanzen aus. Besonders geeignet sind Stelleninserate in Printmedien, wenn es um die Suche von Mitarbeitenden für das mittlere und obere Kader geht oder von Spezialisten, die wir oft auch über Inserate in Fachzeitschriften suchen.

Inwieweit unterscheiden sich die Reaktionen auf die Ausschreibungen in Print und Online?

Sich online zu bewerben, geht einfacher, unkomplizierter und schneller. Denn mit einem Klick ist der Kontakt hergestellt und mit einem weiteren die Bewerbung weggeschickt. So gesehen, ist die Kontakthürde bei einem Printinserat ein bisschen höher. Wir beobachten aber, dass Bewerbungen auf Printinserate qualitativ besser bzw. spezifischer und persönlicher abgefasst sind.

Worin liegen die Vorteile einer Stellenausschreibung in der Presse gegenüber einer Online-Ausschreibung?

Ich sehe die Sichtbarkeit und die Haptik der Printmedien als Vorteile. Mit dieser Sichtbarkeit sprechen wir wie schon erwähnt auch Personen an, die nicht unbedingt bewerben. Spannend ist auch zu beobachten, dass Stelleninserate gerade in Printmedien als Informationsquelle genutzt werden – man beobachtet die Ausschreibung, bekommt Informationen zu Vakanzen in verschiedenen Unternehmen und Branchen, und man diskutiert darüber. Printpräsenz ist für uns sehr wichtig.

SEIT ÜBER 30 JAHREN ERFOLGREICH AM MARKT

* Markus Theiler (49) ist seit 2013 Geschäftsführer der Jörg Lienert AG. Das Unternehmen mit Sitz in Luzern und Niederlassungen in Zug, Zürich, Basel und Bern beschäftigt 20 Mitarbeitende und ist seit 1983 auf die Suche und Selektion von Fach- und Führungskräften spezialisiert.

Weitere Informationen: www.joerg-lienert.ch