«Wir wollen die Gattung Print wieder vermehrt ins Gespräch bringen.»

Interview mit Hanspeter Lebrument, Präsident SCHWEIZER MEDIEN und Verleger der «Südostschweiz»
Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbands SCHWEIZER MEDIEN

Herr Lebrument, Zeitungen und Zeitschriften sind nach wie vor die meistgenutzten Medien. Wieso verlieren die Printmedien trotzdem an Werbevolumen?

In den letzten Jahren sind enorm viele neue Werbeformen entstanden. Sie alle buhlen um den Werbefranken. Bei den Rubrikanzeigen bieten Online-Plattformen Angebote mit Mehrwertleistungen an. Darunter leiden primär die Zeitungen. Aber es ist immer noch so, dass die Printmedien mit einem Werbemarktanteil von rund 40% über den grössten Anteil verfügen.

Der Verband Schweizer Medien engagiert sich mit «printwirkt.ch» in einer breiten Werbeoffensive. Was hat den Verband bewogen, diese Kampagne zu lancieren?

Wir wollen die Gattung Print wieder vermehrt ins Gespräch bringen. Auch im Konsumgütermarkt sind die Marktleader werblich ständig aktiv. Oder können Sie sich vorstellen, dass z.B. Coca-Cola die Kommunikation plötzlich einstellt?

Welche Ziele werden mit der Kampagne verfolgt?

Es geht uns darum, die Stärken von Print zu demonstrieren, vor allem auch im Verbund mit digitalen Medien. Es geht uns darum, die vielschichtigen Vorteile der Printmedien zu thematisieren. Und wir wollen die Beweise dafür liefern, dass Zeitungen und Zeitschriften Menschen, Märkte und Marken bewegen.

Die Werbeoffensive des Verbandes zielt sowohl auf den Leser- wie auf den Werbemarkt. Wie lassen sich die beiden unterschiedlichen Zielgruppen auf einem Nenner ansprechen?

Wissen Sie, die Werbeauftraggeber sind auch Mediennutzer und umgekehrt. Wir wollen mit der Kampagne die Printmedien als emotionales und vielbeachtetes Medium auf breiter Basis erlebbar machen. Die Publikumskampagne soll den Werbeauftraggebern den Beweis liefern, dass Print bewegt und damit Werbewirkung verspricht.

Warum wirkt Print besser als andere Medien?

Ich behaupte nicht, dass Print besser wirkt als andere Medien. Ich bin aber überzeugt, dass der Werbefranken in Printmedien effizient eingesetzt werden kann. Zeitungen und Zeitschriften verfügen über eine einmalige Bindung zur Leserschaft. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Medium verstärkt die Werbewirksamkeit. Im Übrigen kennen die Anzeigenverkäuferinnen und -verkäufer die vielen Vorteile wohl besser als ich.

Herr Lebrument, besten Dank für das Gespräch.