TOTAL AUDIENCE IST DIE WÄHRUNG DER ZUKUNFT

Die Total-Audience-Studie 2015-2 gibt erstmals Auskunft über die kanalspezifische digitale Nutzung printbasierter Medienmarken. Dadurch gewinnt sie für Auftraggeber, Agenturen und Medienanbieter wesentlich an Bedeutung.

Der Anteil digitaler Nutzer von printbasierten Medienmarken wächst. Am grössten ist der Zuwachs bei der Boulevard- und der Pendlerpresse. So hat der «Blick» inzwischen fast gleich viele digitale Nutzer pro Tag wie Printleser. Zwar ist bei allen anderen durch die Studie erfassten Printmedien der Anteil der digitalen Nutzer (noch) geringer. Doch über alle Titel hinweg wird klar: Die Print-only-Nutzung in der MACH Basic zeigt längst nicht mehr die effektive Nutzung von printbasierten Medienmarken. Diese ist bedeutend grösser als ausgewiesen und wird erst mit der Total-Audience-Betrachtung sichtbar, die zur Zukunftswährung der printbasierten Medien werden dürfte. Die Total Audience 2015-2 zeigt, dass der durchschnittliche Anteil an der Gesamtnutzerschaft von Online-Angeboten printbasierter Medienmarken zwischenzeitlich bei gut 25% liegt. Tendenz steigend.

PRINTMEDIENMARKEN PROFITIEREN VON 25% DIGITALER ZUSATZREICHWEITE

Die aktuelle Studie weist die digitalen Nutzer neu auch nach den einzelnen Kanälen wie Mobile Site, App Tablet, App Phone oder App Universal aus. Damit lassen sich Wanderungsbewegungen innerhalb der Medienmarken von einem Kanal zum anderen nachverfolgen. Dank diesen Informationen können Medienanbieter erkennen, wie weit Leserverluste auf der Printseite durch Zuwächse auf den digitalen Kanälen kompensiert werden. Die Werbebranche kann die Daten vor allem zur quantitativen Bewertung der einzelnen Kanäle nutzen, auf denen verschiedene Werbeformen eingesetzt werden. Insgesamt ist es für alle Beteiligten aufschlussreich, zu sehen, wer die einzelnen Kanäle nutzt und wie stark die Überschneidungen sind. Die Studie erlaubt die Analyse von kombinierten Reichweiten der gedruckten Ausgabe und des entsprechenden Web-Angebots einer Medienmarke (stationäre und mobile Websites sowie Apps). Neben den sogenannten Brutto-Reichweiten sind auch die Netto-Reichweiten einer intermedialen Kombination sowie die externen berschneidungen und Exklusivnutzer von Print- und Webangeboten sichtbar.

INNOVATIVER LÖSUNGSANSATZ

Die Methodik zur Erfassung der Gesamtnutzerschaft von Medien basiert auf einem innovativen Ansatz mit interessantem Entwicklungspotenzial. Die Studie, die in Kooperation zwischen der WEMF und NET-Metrix entstanden ist, kombiniert zwei in der Branche anerkannte Währungen. Auf der Printseite sind es die Interviews (Befragungen) der MACH Basic und auf der Online-Seite die Messungen von NET-Metrix. Beide Erhebungsmethoden sind «state of the art» und geniessen internationale Anerkennung. Die Fusion der beiden Datenquellen wurde mehrfach getestet und kann als Grundlage für künftige intermediale Branchenstudien dienen.

MEDIENMARKEN GEHÖREN ZU DEN MEISTGENUTZTEN WEBSITES IN DER SCHWEIZ

Gemäss der Studie NET-Metrix-Profile 2015-1 gehören Medienbrands wie 20min.ch, blick.ch oder das Newsnet der Tamedia zu den meistgenutzten Websites der Schweiz. Je nach Medienmarke liegen ihre Nutzungsdaten pro Tag (unique user per day) höher als diejenigen von Portalen wie search.ch, srf.ch oder Bluewin.

MACH BASIC 2015-2 ERSTMALS MIT E-PAPER-DATEN

Die WEMF hat im Frühling 2015 beschlossen, mit der MACH Basic auch die E-Paper-Nutzer auszuweisen. Die aktuelle MACH Basic 2015-2 enthält aber erst für ein paar wenige Titel die E-Paper-Reichweiten. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten (Erhebung über 12 Monate) kann die erste Standardpublikation der MACH Basic inklusive E-Paper erst im Herbst 2016 erfolgen.