Jeder Tag ist ein Lesetag

Zeitungen oder Zeitschriften werden von mehr als 90% der Bevölkerung regelmässig genutzt. So auch von der Online-Generation der 14- bis 34-Jährigen.

Was machen Menschen in ihrer Freizeit lieber als soziale Netzwerke nutzen, im Internet surfen, Fernsehen oder Radio hören? Sie lesen. Am liebsten Zeitungen und Zeitschriften. Die Medianutzung gehört zum Alltag der Menschen und prägt das Freizeitverhalten wie keine andere Tätigkeit.

Nie zuvor war der Mediakonsum grösser als heute. Ist der Mediakonsum nun so gross, weil es so viele Medien gibt, oder gibt es so viele Medien, weil das Informations- und Unterhaltungsbedürfnis so gross ist? Die Frage bleibt unbeantwortet. Genauso wie diejenige vom Huhn. Sie wissen schon!

Die Printmedien sind nach wie vor die meistgenutzte Medien-Gattung.

Tatsache ist, dass das Mediaangebot im letzten Jahrzehnt massiv gestiegen ist. Massenmedien wie das Fernsehen fragmentieren sich zunehmend in regionale, Nischen- oder Spartensender. Trotz der Vervielfachung der elektronischen Mediakanäle und trotz mobilem Internet mit einem Always-on-Zugriff sind die Printmedien nach wie vor die meistgenutzte Gattung. 96,9% der Bevölkerung ab 14 Jahren nutzen regelmässig Printmedien. Damit liegt Print deutlich vor Fernsehen mit 83,1% und Internet mit 78,0%. Die enorm hohen Werte zeigen die grosse Bedeutung der Medien im Freizeitalltag der Menschen.

Der höhere Internetkonsum bei der jungen Generation geht zu Lasten der etablierten Medien

Beim Fokus auf der Online-Generation der 14- bis 34-Jährigen übernimmt das Internet die Position des meistgenutzten Mediums. Die übrigen Hierarchien bleiben unverändert. Mit 95,2% liegt das Internet knapp vor den Printmedien mit 93,7%. Der Anstieg der Internetnutzung geht aufgrund der MA-Strategy-Analyse zu Lasten der etablierten Medien. Doch während die Printmedien gesamthaft betrachtet nur 3,2 Prozentpunkte verlieren, fallen die Werte beim Fernsehen um 6,6 Prozentpunkte und beim Radio um 8,6 Prozentpunkte tiefer aus.

Die Medianutzungszahlen stützen sich auf die MA Strategy der WEMF AG für Werbemedienforschung. Die gattungsübergreifende Betrachtung basiert auf dem «engeren Nutzerkreis». Dieser ist bei jedem Medium, unabhängig davon, ob es sich um ein elektronisches oder ein Printmedium handelt, analog definiert. Es handelt sich um den Personenkreis, der ein Medium regelmässig nutzt. Die MA Strategy wird im Mediaplanungsprozess vor allem für die Erstellung oder Beurteilung von Mediastrategien eingesetzt.